Pilotprojekt "Schüler retten Leben" in der Jahrgangsstufe 7

 

Reanimationsschulung für Darmstädter Schüler durch das Agaplesion Elisabethenstift und Darmstädter Hilfsorganisationen.

 

Der plötzliche Herztod stellt in Europa eine der Haupttodesursachen dar, von der pro Jahr etwa 700.000 Personen betroffen sind. In Deutschland erleiden ca. 100.000 – 150.000 Menschen einen plötzlichen Herztod. Die Überlebensrate der Betroffenen ist gering. Der Hauptgrund für diesen Umstand liegt im Faktor Zeit begründet. Um erfolgreich zu sein, müssen Wiederbelebungs-maßnahmen unverzüglich einsetzen. Am besten bereits durch Augenzeugen.

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass 12 bis13-jährige Kinder in der Lage sind, erfolgreich Herz-Kreislauf-Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen. Dieses Alter ist insofern günstig, da sowohl die körperlichen Voraussetzungen für eine ausreichend kräftige Herz-Druck-Massage gegeben sind, als auch (noch) die Bereitschaft vorhanden ist, sich mit diesem Thema unbefangen auseinanderzusetzen.

Zurzeit arbeiten Experten des European Resuscitation Council (in Deutschland vertreten durch den Deutschen Rat für Wiederbelebung) daran, Leitlinien für die Schulung von Kindern und Jugendlichen zu erstellen. Das Thema ist topaktuell. Bundesweit gibt es erste Pilotprojekte mit unterschiedlichen Konzeptionen.

In Darmstadt haben Ärzte des Agaplesion Elisabethenstifts und Vertreter der Hilfsorganisationen ein Modell entwickelt, dass eine Schulung aller Darmstädter Schüler in der Jahrgangsstufe 7 ermöglichen soll.

Hierzu wurden bereits 40 Reanimationstrainer angeschafft. Dies konnte durch Spenden der Darmstädter Lions Clubs ermöglicht werden.

 

Update 05/2015

Mittlerweile konnten mehr als 2000 Darmstädter Schülerinnen und Schüler in Herz-Lungen-Wiederbelebung geschult werden. Auch einige Schulen aus dem Landkreis konnten an dem Angebot teilhaben.

 

Die Kultusministerkonferenz hat beschlossen, dieses wichtige Thema in der Zukunft in den regulären Lehrplan aufzunehmen. Hier war zum einen der Berufsverband der deutschen Anästhesisten ein wichtiger Promoter (www.einlebenretten.de) aber eben auch die lokalen Vorreiterprojekte wie dieses in Darmstadt, welches durch Ihre Unterstützung realisiert werden konnte.

 

Die ursprünglich angeschafftten Übungspuppen wurdenzwischenzeitlich gewartet und teilweise ersetzt. Das Team ist weiterhin mit Engagement und Leidenschaft bei der Sache.

.

Zur eigenen Website des Projekts "Schüler retten Leben"

http://www.schueler-retten-leben.de

 

.

.

.

.